Akkumulation: Anhäufung von Wörtern oder Begriffen zu einem Oberbegriff (z.B. “Sonne, Mond und Sterne” für “Himmelskörper”)
Alliteration: Wiederholung des Anfangslauts benachbarter Wörter
Anapher: Wiederholung eines Wortes oder einer Phrase am Anfang mehrerer Sätze oder Verszeilen
Antithese: Gegenüberstellung von gegensätzlichen Begriffen oder Aussagen (z.B. “Himmel und Hölle”, “Krieg und Frieden”)
Euphemismus: beschönigte Ausdrucksweise für etwas Unschönes
Farbsymbolik: Verwendung von Farben, um bestimmte Stimmungen oder Bedeutungen zu vermitteln (z.B. Rot für Liebe oder Gefahr, Weiß für Reinheit oder Unschuld)
Hyperbel: bewusste Übertreibung
Ironie: Aussage, die den eigentlichen Sinn entgegensetzt
Klimax: stufenartige Steigerung (dramatisierend und für Spannung sorgend)
Lautmalerei: Verwendung von Wörtern, die den Klang dessen nachahmen, was sie beschreiben (z.B. “Kuckuck”, “Rauschen”)
Metapher: Vergleich ohne “wie”; ein Wort wird in übertragener Bedeutung verwendet
Neologismus: Wortneuschöpfung
Oxymoron: Verbindung von zwei sich widersprechenden Begriffen (z.B. “bittersüß”, “alter Knabe”)
Paradoxon: scheinbar widersprüchliche, aber tatsächlich wahre Aussage (z.B. “Weniger ist mehr”)
Parallelismus: Wiederholung gleicher Satzstrukturen in aufeinanderfolgenden Sätzen
Personifikation: Verleihung menschlicher Eigenschaften an nicht-menschliche Objekte (z.B. “Die Sonne lacht”, “Die Zeit rennt”)
rhetorische Frage: Frage, die keine Antwort erwartet, da die Antwort offensichtlich ist, die Frage zur Provokation dient oder zum Nachdenken anregen soll
Vergleich: Beziehung zwischen zwei verschiedenen Dingen, die durch Gemeinsamkeiten hervorgehoben werden (z.B. “Stark wie ein Löwe”, “Schneller als der Blitz”)
Wiederholung: mehrmalige Verwendung eines Wortes oder einer Phrase
…
Lyrischer Sprecher
lyrisches Ich: Der Sprecher eines lyrischen Textes, der nicht mit dem Autor identisch sein muss; drückt persönliche Gedanken, Gefühle oder Eindrücke aus (z.B. “Ich fühle mich so allein in dieser Welt.”)
gestaltlos: Es gibt keinen klar erkennbaren Sprecher; der Text vermittelt allgemeine Aussagen oder Stimmungen ohne eine spezifische Perspektive (z.B. “Die Blumen blühen im Frühling.”)
Rollenfigur: Der Sprecher nimmt die Perspektive einer bestimmten Figur ein, die nicht der Autor ist; kann eine fiktive Person oder ein Objekt sein (z.B. erzählt der Baum von seinen Erlebnissen im Wald)
Aufbau
Strophen: Abschnitte eines Gedichts, die durch Leerzeilen voneinander getrennt sind; können unterschiedliche Längen und Reimschemata haben
Verse: Zeilen eines Gedichts, die oft ein bestimmtes Metrum oder Reimschema aufweisen
Reimschema: Muster der Reime in einem Gedicht (siehe unten)
Metrum: rhythmisches Muster eines Gedichts, das durch die Abfolge von betonten und unbetonten Silben entsteht (siehe unten)
Reimschema
Paarreim: aabb
Kreuzreim: abab
umarmender Reim: abba
dreifache Reimreihe: abcabc
Haufenreim: aaabbb
Kehrreim: Wiederholung eines Verses oder einer Strophe an bestimmten Stellen im Gedicht
Schweifreim: aabccb
unreiner Reim: Wörter klingen ähnlich, reimen sich aber nicht vollständig (z.B. “lieben” - “siegen”)